Bolivien
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Sprachaufenthalt in Bolivien

Erfahre den kulturellen Reichtum der indianischen Kulturen. Begib dich in bisher unerreichte Höhen und geniesse die mystischen Naturschauspiele.

Bolivien ist das Andenland mit dem grössten indianischen Einfluss. Die Kultur der Urvölker ist überall präsent und authentisch. Die politische Hauptstadt Sucre gilt, mit ihren vielen weissen Gebäuden, als eine der schönsten kolonialen Städte Südamerikas. Nur ein paar Stunden davon entfernt befindet sich der beeindruckende Salzsee Salar de Uyuni. Hat es geregnet, so spiegelt er den Himmel wieder, und zu trockenen Zeiten sieht man bis zum Horizont nur das weiss glänzende Salz.

Wer mehr über das Leben der Bevölkerung erfahren möchte und keine Platzangst hat, kann sich in die Minen von Potosí wagen. Doch auch unter freiem Himmel gibt es einiges zu erleben: waghalsige Mountainbike-Touren, Bootsfahrten auf dem Titticacasee, ein Eisenbahnfriedhof in der Wüste und die Lagunen der Flamingos, bieten viele Gründe für spannende Entdeckungsreisen. 

In Bolivien spricht man ein sehr reines und leicht verständliches Spanisch. So findet man sich auch als Beginner gut zurecht und kann sein Wissen schnell in der Praxis anwenden. Ein Grossteil der Indios in Bolivien spricht ausserdem noch die ursprünglichen Sprachen Quechua und Aymara.

Facts

Einwohner11,500,000
Fläche1,098,581 km2
HauptstadtSucre
Yalea empfiehltSucre

Spanisch lernen in

Sprachkurse - Sucre

Sucre

Impresionante - Kultureller Reichtum der indianischen Kulturen und mystische Natur der Anden

Bolivien - Reiseführer

Einreisebestimmungen

Schweizer- und EU-Bürger benötigen für einen Aufenthalt von 90 Tagen kein Visum. Es genügt ein Reisepass, welcher mindestens sechs Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist. Es ist offiziell vorgeschrieben, diese Aufenthaltserlaubnis als Tourist in Staffelungen von 30 Tagen verlängern zu lassen. Bei der Einreise kann ausserdem verlangt werden ein internationales Zertifikat über eine Gelbfieberimpfung vorzulegen, nicht nur, wenn man tatsächlich in Gelbfieber gefährdete Gebiete reisen möchte. Die Impfung muss spätestens 10 Tage vor Abreise erfolgt sein. Eine Verlängerung der Touristenkarte ist problemlos möglich, es müssen lediglich die entsprechenden Gebühren bezahlt werden. Mehr Infos: de | ch | at

Sicherheit

Unser Schulort Sucre ist eine Kleinstadt und einer der sichersten Orte in Bolivien. Die Sicherheitslage ist zeitlichen Änderungen unterworfen. Wir empfehlen dir daher, dich auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland , beim Eidgenössischen Departement für ausländische Angelegenheiten oder beim Aussenministerium der Republik Österreich aktuell zu informieren.

Impfungen

Folgende Impfungen werden empfohlen: Diphtherie, Tetanus, Hepatitis A, Gelbfieber (obligatorisch - siehe Einreisebestimmungen) Ein Malariarisiko existiert in einigen Gebieten. Wir schlagen vor, dich bei einem Reisemediziner beraten zu lassen. Für Informationen und Auskünfte empfehlen wir die Internetseiten Fit-for-travel.de & Safetravel.ch.

Gesundheit

In Bolivien sind nur die privaten Kliniken zu empfehlen. Ansonsten ist die medizinische Versorgung mangelhaft. Man sollte vor seiner Abreise eine Reisekrankenversicherung mit Reiserückholversicherung abschliessen. Um Magenbeschwerden zu verhindern, solltest du kein Leitungswasser trinken und wenn immer möglich auf Eiswürfel verzichten. Achte bei den Lebensmitteln darauf, dass sie gut gekocht sind.

Geld und Preise

Das Preisniveau Boliviens ist um ein vielfaches niedriger als in Nordeuropa. Da die Preise verhältnismässig tief sind, lohnt es sich häufig nicht, sich auf die billigsten Angebote zu stürzen. So sind zum Beispiel etwas teurere Unterkünfte meistens den kleinen Aufpreis wert. Unser Tipp: Du solltest immer etwas Kleingeld bei dir haben. Grosse Scheine werden häufig nicht akzeptiert.

Preisniveau: Mittagessen / Menú del día: 1.5-3 Euro / 2-5 CHF Trinkgeld / Propina: 10 bis 15% (Servicepersonal ist auf Trinkgeld angewiesen)

Zahlungsmittel:

  • Währung: Boliviano (BOB)
  • EC-Karte (Bankomat – in grösseren Städten)
  • Kreditkarte begrenzt akzeptiert
  • US-Dollar in kleinen Scheinen als Notgroschen

Öffentlicher Verkehr

In Bolivien reist man hauptsächlich mit Bussen. Wenn du in Bolivien reisen willst, solltest du Verspätungen und Pannen in deinen Reiseplänen berücksichtigen. Häufig sind die Busse alt und die Strassen holprig. In Sucre gibt es lokale Busse und auch Taxis sind überall verfügbar. Von Überlandfahrten in der Nacht wird abgeraten, da es häufiger zu Unfällen kommt. Im Zentrum von Sucre erreicht man aber auch alles gut zu Fuss.

Telefon & Internet

Für Ferngespräche empfehlen wir dir die Telefonzentralen. Sie sind aber relativ teuer und die Qualität ist von Ort zu Ort sehr unterschiedlich. Öffentliche Telefone für Lokalgespräche gibt es in den Städten viele. Am Besten ist es, per Internet zu kommunizieren. Internetcafés findet man in allen Städten und an touristischen Destinationen. Auf den meisten Computern sind Programme wie Skype bereits installiert, wobei aber die Verbindungsqualität teilweise mangelhaft ist. Es empfiehlt sich, sein eigenes Headset auf die Reise mitzunehmen, da diesehäufig nicht vorhanden oder beschädigt sind.

Vorwahl Bolivien: 00591
Vorwahl aus Bolivien: DE - 0049; CH – 0041; AT – 0043

Zeitzone: MEZ minus 5 Stunden (minus 6 während europäischer Sommerzeit)

Stromspannung & Steckdosen

  • 220 V (wie in den Europa)
  • Europäischer Stecker mit zwei runden Metallstiften
  • Japanischer Stecker mit zwei senkrechten flachen Metallstiften

Kultur

Wie in den Sprachen, erhalten sich die vorkolonialen Kulturen Boliviens auch in den Kleidern, der Architektur und der Musik. Die Kulturen haben sich aber mit den Traditionen der Spanier vermischt. Bei Festen und öffentlichen Anlässen trifft man oft auf Ensembles aus Blas- und Schlaginstrumenten. Das wichtigste Blasinstrument ist die Quena, eine Flöte aus Bambusrohr. Aber auch die Panflöte oder eine grössere Version der Quena, die Tokoro, sind weit verbreitet. Einer der populärsten indigenen Tänze ist der Huayño, bei dem mehrere Paare Arm in Arm herumwirbeln.

Geschichte

Das Gebiet Boliviens wurde von verschiedensten Kulturen besiedelt. Die grösste war die Tiahuanaco Kultur, die aber im 15. Jahrhundert Teil des Inka-Reiches wurde. Mitte des 16. Jahrhunderts eroberten die Spanier unter Francisco Pizarro das Hochland, nachdem das Inkareich zerstört worden war. Das Gebiet wurde Teil des Vizekönigreichs Peru. Im Unabhängigkeitskampf von 1809 bis 1825 befreite Simon Bolivar das Gebiet Boliviens von den Spaniern. Nach ihm wurde später das Land „Bolivien" benannt. Nach einer kurzen Zeit der Union mit Peru war Bolivien vollständig unabhängig. Im Salpeterkrieg 1879, der gegen Chile geführt wurde, verlor Bolivien grosse Teile seines Gebietes und vor allem den Zugang zum Pazifik. Weitere Gebiete musste Bolivien nach dem verlorenen Chacokrieg (1932-1938) an Paraguay abgeben. Bolivien wurde in der Folge immer wieder von ethnischen und kulturellen Kämpfen erschüttert, die zu Revolutionen und Militär-Coups führten. Die letzten grösseren Unruhen ereigneten sich 2003, als die Gewerkschaften gegen den Ausverkauf des Erdgases an grosse US-Konzerne protestierten.

Gesellschaft

Die Bevölkerungsdichte gehört mit rund 8 Einwohnern pro Quadratkilometern zu den niedrigsten Lateinamerikas. Zwei Drittel der Bevölkerung sind Indígenas, wovon der grösste Teil Quechua, die Inkasprache, spricht. Ebenfalls weit verbreitet unter den Indígenas im Hochland ist die Sprache Aymara. Die Völker dieser Sprache waren ursprünglich von den Inkas dominiert, sie konnten ihre Sprache aber erhalten. Die Amtssprachen des Landes sind Spanisch und die beiden genannten indigenen Sprachen. In Schulen und Behörden wird allerdings nur Spanisch gesprochen. Viele Indigenas beherrschen das Spanisch, sprechen aber untereinander in ihren Sprachen. Ausserhalb der Städte trifft man auch häufig auf Einheimische, die sich ausschliesslich in ihren traditionellen Sprachen ausdrücken. Eine dritte populäre indigene Sprache Boliviens ist das Guarani, das vor allem im Tiefland gesprochen wird. Bolivien ist eines der ärmsten Länder Lateinamerikas. Für viele Bolivianer ist die Ernährung unzureichend und das Gesundheitswesen ist nur schwach entwickelt. Häufig finden die Bolivianer nur im informellen Sektor, als Strassenverkäufer oder als Besitzer kleiner Läden Arbeit. Um mit der Familie irgendwie über die Runden zu kommen, arbeiten häufig auch die Kinder mit und verlassen deshalb frühzeitig die Schule.

Küche

Die bolivianische Küche besteht vorwiegend aus Fleischgerichten. Als Beilagen werden meistens Reis und Kartoffeln serviert. Eine scharfe Sauce mit dem Namen Llajhua findet sich häufig auch auf dem Esstisch und sorgt für die richtige Würze der Speisen. Eine besondere Spezialität Boliviens ist die Chicha, ein Gärgetränk aus Mais.

Religion

Die grosse Mehrheit der Bolivianer ist römisch-katholisch. Trotzdem sind die indigenen Religionen nicht verschwunden. Sie haben sich mit dem katholischen Glauben vermischt und drücken sich in der Verehrung der Naturwelt, von Bergen, Tieren und Pflanzen, aus.

Politik

Staatsoberhaupt der Republik Bolivien ist der Präsident. Die Legislative bildet ein Zweikammerparlament mit Abgeordnetenhaus und Senat. Sowohl der Präsident als auch die Mitglieder des Parlaments werden für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt. Wegen der vielen Umstürze in Bolivien konnte sich aber kaum je ein Präsident über die gesamte Legislaturperiode im Amt halten. Häufig ist der Coca-Anbau ein Grund für Aufstände. Für viele bolivianische Bauern stellt die Coca-Pflanze die Lebensgrundlage dar und ist ausserdem im kulturellen und religiösen Leben der Einheimischen stark verankert. Auf aussenpolitischen Druck hin, versucht die Regierung aber immer wieder den Anbau des Rohstoffes von Kokain zu unterbinden.

Wirtschaft

Bolivien ist eines der wirtschaftlich am wenigsten entwickelten Länder Lateinamerikas. Ein Grossteil der Bevölkerung ist nach wie vor in der Landwirtschaft tätig. Die Wichtigkeit des Bergbaus in der bolivianischen Ökonomie hat abgenommen. Neue Wirtschaftszweige, wie die Forstwirtschaft, der Anbau von Sojabohnen und vor allem der Export von Erdgas, haben an Bedeutung gewonnen. Auch der Tourismus hat in den letzten Jahren einen hohen Zuwachs erfahren. Die Einheimischen reisen auf Grund der schlechten ökonomischen Situation jedoch kaum.

Bolivien - Fotos


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